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I. Konferenz der potentiellen Nutzer der Kongreßhalle Leipzigam 02. 03. 2002 im Hotel Intercontinental | Protokoll
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Gedanken über die Kongreßhalle zur Meinungsbildung
Frau Gudrun Neumann
am 11. 11. 2002
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Brief der Initiative Leipziger Jazzmusiker e.V.
an die Bürgerinitiative
Leipzig, am 27. 11. 2002
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Antwort auf Schreiben der
Bürgerinitiative Kongresshalle Leipzig
Universität Leipzig | Der Kanzler
am 27. 11. 2002
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II. Konferenz der potentiellen Nutzer der Kongresshalle Leipzig am 30. 11. 2002 im Hotel Intercontinental
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Leipzig, am 03. 12. 2002
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Einwohneranfrage an den Oberbürgermeister der Stadt Leipzig zur Ratsversammlung
am 11. 12. 2002
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Fazit für die KH aus der letzen Sitzung des Fachausschusses Stadtentwicklung und Bau
März 2003
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Brief an den OBM
19.02.2009
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Protokoll
von der zweiten Konferenz der potentiellen Nutzer der Kongresshalle Leipzig
Ort: Hotel
Intercontinental
Datum: 30.11.2002
Als Gäste wurden von Frau Neumann begrüßt:
Herr Dr. Girardet Kulturbeigeordneter und
die zukünftigen Investoren,
Herr Karras, Geschäftsführer der Halle
GmbH Berlin und
Herr Wodner, Projektkoordinator von Internationalen
Bund Leipzig.
Wir waren sehr erfreut,
dass es uns gelungen ist, alle Beteiligten an
einen Tisch zu bringen Ein großer Dank
an das Hotel Intercontinental für die Bereitstellung
der repräsentativen Räumlichkeiten.
Die Konferenz fand in einer aufgeschlossenen
Atmosphäre statt. Frau Neumann informierte
die Anwesenden über die bisher geleistete
Arbeit der Bürgerinitiative (BI) und ihre
Ziele. Sie sagte, dass die BI erfreut ist, dass
nun in absehbarer Zeit auch das Innere der Kongresshalle
(KH) renoviert wird und bald wieder Leben in
dies für die Stadt so wichtige und über
die Stadtgrenzen hinaus bekannte Gebäude
einziehen wird.
Frau Neumann führt dies im besonderen auf
das engagierte Eintreten der Bürgerinitiative
"Kongreßhalle Leipzig" zurück, durch die viele
Aktivitäten ausgelöst wurden. Wie
alle bereits feststellen konnten, sind die Arbeiten
an der Außenfassade schon weit vorangeschritten.
Herr Dr. Girardet informierte die Anwesenden
über den derzeitigen Stand des "Konzeptes
"Kongreßhalle Leipzig"" sowie über die
bisherigen Verhandlungsergebnisse mit den zukünftigen
Investoren. Er sagte, dass die Investoren sich
mit dem Zoo und der Stadt geeinigt hätten
was die Nutzung des Richard-Wagner-Saales (RWS)
als Gaststätte für den Zoo betrifft.
Ein Kompromiss musste deshalb gefunden werden,
weil der RWS ein wirtschaftlicher Bestandteil
des "Masterplanes Zoo" ist.
Die zukünftigen Betreiber, Herr Karras
und Herr Wodner haben die erforderliche Wirtschaftlichkeitsuntersuchung
vorgelegt und stellten den Teilnehmern ihre
Planung für die Betreibung der Kongresshalle
(KH) vor. Sie wollen das Gebäude im Innern
in Stufen renovieren und wieder nutzbar machen
-als erste Stufe den Großen Saal. Sie
betonten, dass sie gerne den RWS mitübernommen
hätten, aber der Masterplan als Beschluss
der Stadtverordnetenversammlung lässt dies
im Moment nicht zu. Die Investoren müssen
nun - wenn nichts unvorhergesehenes passiert
mit diesem Kompromiss leben. Die Investoren
zeigten sich erfreut, mit den potentiellen Nutzern
in Kontakt getreten zu sein. Sie wollen bei
der weiteren Planung auch auf die Anregungen
achten, die in der Konferenz geäußert
wurden.
Der Vertreter des Zoos, Herr Baban, bekräftigte
noch einmal, dass die Nutzung des RWS als Gaststätte
durch den Zoo unbedingt nötig ist.
Der Vertreter der Veranstaltungsagentur UPC,
Herr Dr. Sauer, der Vertreter der Leipzig-Big-Band,
Herr Kugele und der Vertreter vom Philatelistenverein,
Herr Schlesinger bekräftigten, das der
RWS aus dem Gesamtkomplex Kongresshalle nicht
wegzudenken ist und den unbeschreiblichen und
einmaligen Reiz des Hauses ausmacht. Man verwies
auf internationale Veranstaltungen, die eine
Gesamtnutzung aller vorhandenen Räume erforderlich
machen.
Herr Gormsen, Ex-Planungsdezernent, sprach ebenfalls Bedenken aus über die Abtrennung des Richard-Wagner-Saales von den übrigen Räumen. Er meinte, dass mit zwei verschiedenen Betreibern der Ärger vorprogrammiert sei. Wichtig ist für die zukünftige Planung, sagte er, dass der Denkmalsschutz in jeglicher Form Berücksichtigung findet. Er betonte, sollte der RWS durch den Betreiber als Gaststätte nicht genutzt werden, kommt es auf jeden Fall zu einer Minimierung der Wirtschaftlichkeit. Er regte an, dass momentane Konzept noch mal zu überdenken, bevor das "Kind in den Brunnen gefallen ist".
Herr Obser, DSU Stadtrat, fragte Herrn Girardet, wann die Wirtschaftlichkeitsprüfung abgeschlossen sei. Er erhielt die Antwort, dass die Kämmerei für die Prüfung verantwortlich sei. Man hoffe auf einen baldigen Bescheid. Des weiteren fragte er, ob die anstehenden Verträge falls die Stadt sich doch für zwei Betreiber ausspricht und die Wirtschaftlichkeit des Investors z.B. nicht mehr gegeben ist - veränderbar sind. Herr Girardet bejahte dies.
Frau Spindler, Vertreterin vom Verband Sächsischer Karneval und vom Förderkomitee "Leipziger Karneval e.V.", betonte, dass es langfristig noch niemals gut war, wenn zwei Betreiber mit unterschiedlichen Wirtscharts- und Nutzungskonzepten versuchten unter einen "Hut" zu kommen. Das Nachsehen haben auf jeden Fall die zukünftigen Nutzer, sind es nun die Karnevalisten, die mit dem Ziel, "Karneval in allen Räumen" die Kongresshalle nutzen zu wollen oder international anberaumte Symposien, die hier organisiert werden könnten. Man sollte die in der Konferenz geäußerten fundierten Beweggründe für das "Gesamt-Konzept-"Kongreßhalle Leipzig"" noch einmal überprüfen.
In dem Schreiben von der "Initiative Leipziger Jazzmusiker e.V." unterstrich Herr Moritz, dass es äußerst begrüßenswert wäre, wenn die Sanierung der Kongresshalle über die Renovierung der Fassade hinaus voranschreiten würde. Ich zitiere: " Ich denke, es ist wichtig, dieses Haus in seiner Gesamtheit - also mit allen Sälen - zu erhalten. Nicht nur der Große Saal, sondern auch die kleineren Räumlichkeiten lassen sich kulturell effektiv nutzen. Herr Smytb vom Hotel Intercontinental bekundetet großes Interesse an der KH als Standort für seine Event-Location.
Herr Gutjahr-Löser, der Kanzler der Universität Leipzig, der leider nicht teilnehmen konnte, schickte uns seine Bedenken zu - siehe Anlage.
Herr Geyer, stellvertretender Vorsitzender der DEHOGA (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) schrieb uns, dass es "der DEHOGA stark daran gelegen ist, dass die "Kongreßhalle Leipzig" in ihrer traditionellen Nutzung durch einen Betreiber (Gastronomie und Säle) betrieben wird. Ein so mit der Leipziger Gastronomie im traditionellen Stil behaftetes Haus bedarf eines professionellen Managements und keinerlei Zersplitterung durch Interessenkonflikte.
Auch Univ.-Prof. Dr. Dr. A. Hemprich und Klinik-Direktor äußerte sich schriftlich dahingehend, dass die Kongresshalle in ihrer Gesamtheit wesentlich zur Abrundung des Angebotes der Stadt für Kongresse und Rahmenveranstaltungen beitragen würde.
Frau Neumann, Sprecherin der Bürgerinitiative, fasste ZUM SCIIIUSS folgendes zusammen: Sie bedankte sich für die sehr aufschlussreichen Informationen von allen Anwesenden und sagte, dass es ihr nur darum geht, eine vernünftige und den entsprechenden aktuellen Bedingungen ausgereifte Lösung zu finden. Der mit dem Zoo gefundene Kompromiss lässt auch bei den Investoren, Nutzern und der BI viele Fragen offen hinsichtlich der richtigen Ausnutzung des RWS, weil er ganz einfach zu dem Raumverbund gehört. Die BI gibt deshalb zu bedenken, dass noch mal sorgfältig geprüft werden muss (wenn es zu zwei Bewirtschaftungen kommen sollte), inwieweit der RWS auch tagsüber mit der KH gemeinsam genutzt werden könne. Die Nutzer haben sich für die Gesamtheit des multifunktionalen Gesellschaftshauses ausgesprochen. Sie äußerten alle große Bedenken gegen die völlige Zuordnung der Gaststätte RWS zum Zoo. Auch, wenn die KH den RW und die Terrasse etwa 20 mal im Jahre nutzen könne. Sie meinten, die Rechnung geht so nicht auf. Alle Nutzer waren sich einig, dass nur eine Bewirtschaftung in der gesamten "Kongreßhalle Leipzig" die effektivste Lösung sei. Der BI ist klar geworden, dass die Entscheidungen, die für den Zoo gefällt worden sind wie Neubau Wirtschaftshof, Abriss Kutscherhaus und Gaststätten-Nutzung Richard-Wagner-Saal, als noch niemand in der Stadt an die Wiederbelebung der "Kongreßhalle Leipzig" offiziell dachte.
Der "Masterplan", der der Entwicklung des Zoos zugrunde liegt, wurde erstellt, bevor man sich intensiv mit der Kongresshalle befasste.
Die Kernfrage ist: Braucht der Zoo, dessen Besucherrate erfreulicherweise sehr gestiegen ist, unbedingt die Gaststätte im RWS für seine Wirtschaftlichkeit ?
Warum kann man nicht Dinge rüc"Kongreßhalle Leipzig"ängig machen, die den jetzigen Erfordernissen nicht mehr entsprechen, sondern kontraproduktiv erscheinen ?
Warum kann man nicht dem Zoo besondere Konditionen einräumen, wenn es um die Nutzung des Richard-Wagner-Saales geht?
Ein vorbildliches Beispiel in der Stadt gibt es schon mit der Universität und deren Sonderkonditionen für die Raumnutzung im Gewandhaus.Die Bürgerinitiative spricht die Bitte aus, dass bei den folgenden Planungen und Verhandlungen zwischen Stadt, Zoo und Investoren immer der Gesamtkomplex Kongresshalle im Auge behalten wird!
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